April. Dynamisches Wetter, schlechte Scherze. Und seltsam bekleidete junge Menschen. Sollte man für nicht ungewöhnlich halten, doch ganz und gar unkonventionell gestaltete sich der 28. April des sechsten Jahres im neuen Jahrtausend - sowohl für Beteiligte wie auch mehr oder minder absichtlich Involvierte.


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Das Gefühl des Abschieds im Bauch hatten sich die 89 Mitglieder der 13. Klassenstufe daran gemacht, zum letzten Schultag Lehrerkollegium, wie auch Mitschülern unterer Klassen, unter dem Thema "Walk Of Fame" ein letztes Mal ihre beste Seite zu zeigen. Den Tutoren wurde ViP-gemäße Behandlung zuteil, Luxuslimousinenabholung am frühen Morgen und ein exklusives Frühstück inklusive. Die Noch-Schul-Gänger dagegen mussten sich der Tatsache bewusst werden, einen schlechten Tag für den Besuch des Lehrinstituts gewählt zu haben: die eigene Gesundheit wurde durch mit Stroh bedeckte, zu akuter Rutschgefahr tendierende Flure und instabil wirkende Stuhlkonstruktionen bedroht. Als 13er stapelt man eben zu gern Dinge und überlässt die Wiederherstellung des Ursprungszustandes noch lieber anderen.
Doch wurde zugegebenermaßen auch nicht versäumt, die Pasewalker Innenstadt und angrenzende Gebiete mit einer ca. 500m langen Auto- und Fahrradkolonne zu begeistern - oder zu verstören. Mehrere Dutzend Hupen und weitere trompetenähnliche Blasapparaturen wurden ihrer Möglichkeiten beraubt und schändlich ausgenutzt.

Was dann folgte, war das obligatorische Rosenüberreichen durch den nächstfolgenden Jahrgang, das Programm der ganz Kleinen, aufgrund hervorragend einstudierter Choreographien in Jubel- und Fußstampfkapriolen versinkend, und das Sketchprogramm, bei dem ein weiteres Mal in völlig stichhaltiger Weise aufgezeigt wurde, dass Lehrkörper auch nur Menschen sind. Ob Frau Kotsch ihren Titel als Lieblingstutor verteidigen kann, wird unter Umständen erst im nächsten Jahr geklärt.
Dann war es vorbei. Und doch wiederum nicht. Das Strasburger KKH wurde zum Eventort auserkoren und was folgten, waren Massen herein- und herausströmender Menschen, beinahe alle bis aufs Äußerste bereit, bis in die frühen Morgenstunden zu teils verschreckender Disco-Musik sich sämtlicher Manieren und Kleidungsstücke zu entledigen.
Spätestens in den Prüfungen war man über den Verlust der Gehirnzellen vom 28. April 2005 erschrocken...